Fast magisch wird der Betrachter von den Augen der Keramikwesen angezogen, denen ein emphatischer Ausdruck innewohnt, da sie von Kirsten Brünjes mit naturalistischer Akribie gestaltet sind. Die Augen dienen der Kontaktaufnahme, der Vermittlung von Innen - und Außenwelt.
Alle Figuren kommunizieren miteinander und der Betrachter wird zum festen Bestandteil der Szenerie. In dem klaren, offenen Schauen dieser Antihelden tritt ein erstaunliches Selbstbewusstsein
zu Tage und in dieser subjektiven Begegnung wird die humane Dimension der Figuren spürbar: das
Plädoyer für die Lebenskünstler, die trotz misslicher Lage nicht verzagen, sondern vagabundieren auf der Suche nach alltäglichem Glück.

Dr. Sabine Isensee

Alice

Kirsten Brünjes (Bremen)

„Glückspilze“

Kirsten Brünjes

02.10. – 14.11.2015